Amazon EC2 Experimente
Endlich ein wenig Zeit gehabt um meinen EC2 (Elastic Compute Cloud) Beta-Account auszuprobieren. Praktisch, dass Amazon in der Zwischenzeit ein paar PHP Tools entwickelt hat um die Arbeit mit dem Service zu erleichtern: So gibt es nun neben den Command-Line Tools (in java) auch den Amazon EC2 Client in PHP. Der ermöglicht einen Großteil der Konfiguration mittels einer einfachen Web-Oberfläche.
Trotzdem erstmal den Getting Started Guide durchgegangen:
- Lokale Umgebungsvariablen einrichten
- Zugangsschlüssel generieren
- Verfügbare Images (AMIs) auflisten
- Eines der fertigen Images auswählen und booten
- Voila! Adresse im Browser eingeben: Instanz meldet sich
- Und per root und dem generierten Schlüssel über SSH anmelden.
- Fertig
Das ganze funktioniert auf der Kommandozeile sowohl unter Linux wie auch unter Windows. Oder komfortabler über den "My EC2 Manager": Die PHP Dateien lokal speichern, Verzeichnis -Alias einrichten und aufrufen.
Die fertigen öffentlichen Images welche Amazon zur Zeit anbietet sind allesamt Fedora Core Maschinen in variierender Ausstattung. Apache, PHP und MySQL gibt's auch gleich dazu.
Natürlich gleich mal eine TYPO3-Installation draufgemacht und das fertige YAML Paket ausprobiert. Die Performance war ein wenig ernüchternd, mein 10 Euro VServer schlägt sich da besser. Hab allerdings auch keinen Blick auf die Apache und PHP Konfiguration geworfen, nur einen schnellen Blick ins top.
Das Preismodell scheint auf den ersten Blick interessant: Bezahlt wird pro Stunde genutzter Maschineninstanz, wobei die Instanzstunde mit 10 (Dollar-) Cent in Rechnung gestellt wird.
Damit wär eine erste mögliche Anwendung die "on demand" Erzeugung zusätzlicher Instanzen um einen primären Web- oder Datenbankserver in Spitzenzeiten zu entlasten. Nach dem Ende der Lastspitze könnten die Instanzen wieder runtergefahren werden und verursachen auch keine Kosten mehr.
Dazu müsste einmal ein eigenes Maschinen-Image erstellt und hochgeladen werden. Dieses könnte dann bei Bedarf gebootet und synchronisert werden. Soweit sind meine Experimente allerdings noch nicht gediegen...
Kosten verurchsacht danach noch der Platz, der auf Amazons S3 (Simple Storage Service) benötigt wird um das Image zu speichern.
Jedenfalls ein sehr interessantes Konzept, welches die Kosten und Arbeitszeit um mal eben ein kleines Grid zu installieren erheblich senken könnte. Sobald ich mal wieder ein wenig mehr Zeit hab, probier ich das auch noch mal aus. :)
