In Wien
So, jetzt bin ich in Wien.
Letztes Wochenende wars dann soweit: Alle Sachen gepackt und ab nach Österreich. Wohnung leerräumen, Transporter-Mietwagen holen, vollmachen, 1x nach Wien fahren (900km). In Wien dann Mietwagen leermachen, neue Wohnung vollmachen, einmal übernachten, wieder zurück nach Berlin fahren (900km). In Berlin noch ein letztes mal übernachten, Mietwagen zurückbringen und im eigenen Wagen ein letztes mal nach Wien fahren (700km, über Prag). Macht zusammen 2500km in 3 Tagen und genauso hat sichs auch am dritten Tag angefühlt.
Die letzte Woche dann größtenteils damit verbracht Schränke aufzubauen, Rechner und Displays zu verkabeln und Kisten auszuräumen. Damit wär ich dann auch fast durch. Jetzt fehlen nur noch ein paar Regale, ein Fax und ein paar weitere Kleinigkeiten.
Der Arbeitsplatz ist aber soweit fertig, siehe Foto links. Und ja, da arbeite im Moment nur ich, soviel Computer braucht man einfach.
Die Wohnung ist wunderbar hell, ein großer, grüner Innenhof und eine kleine leise Straße ("Gasse" genannt in Wien) auf der anderen Seite. Und auf 96m² lässt sichs auch ganz geräumig in Innenstadtnähe leben.
Diverse Annehmlichkeiten wie ein schönes altes Programmkino, der Naschmarkt und das Werkzeug H. in der direkten Umgebung helfen auch über das erste Berlin-Heimweh hinweg.
Erste Auffälligkeiten
Erste Auffälligkeiten in der neuen alten Heimat bis jetzt:
- Um mit meiner liebsten M. zu telefonieren genügt ein einfaches Handy. Computer, Skype, Headset sind nicht mehr vonnöten. Aber eigentlich ist telefonieren auch kaum mehr nötig, wohnen wir doch nach 2 Jahren Fernbeziehung jetzt endlich zusammen.
- Schnitzelsemmel, Leberkässemmel, Grammelschmalz, Extrawurst, Burenwurst, Backhendl! Was fette Leckereien betrifft hat Preussen dem auch wirklich garnichts (in Worten: NULL) entgegen zu setzen.
- Die größte Supermarktkette des Landes schließt des Abends bereits zwischen 18.30 und 19 Uhr. Feierabend ist gerade wieder ein wenig stressiger geworden.
- Schwimmbäder gibt's etwas weniger und dafür Wochentags auch größtenteils unter Ausschluss der werktätigen Bevölkerung. Öffnungszeiten von 9 bis 19 Uhr sind für eine Freizeiteinrichtung ein Witz. Aus meinen herrlich entspannenden Längen vor der Arbeit wird vorerst wohl mal nichts.
Sonst: Ich will ja jetzt nicht raunz'n, aber die Leute.... Am Arbeitsamt hab ich es geschafft mich arbeitslos zu melden ohne dass mich auch nur ein einziger Mitarbeiter einmal angesehen hätte. Irrsinnig interessante Sachen müssen da auf den Monitoren passieren, jedenfalls viel interessanter als der Mensch der da vor den armen Beamten steht. Und die Kollegen in der "Infozone" im Eingangsbereich versuchen sich hinter einer Phalanx von Hinweisschildern auch physisch vor jedwelchen Auskunftsersuchen zu verstecken.
Aufgewogen wird das alles aber durch meine Lieblingsmenschen hier, meine Familie, alte und neue Freunde und natürlich meine liebe M. mit der ich ja gemeinsam die neue Wohnung bezogen hab.
Arbeit hab ich mir ja aus Berlin mitgenommen und bin zur Zeit freier Mitarbeiter für die MAGIX AG. Da werde ich jetzt wohl erstmal "meinen" Online-Shop auf den magix.net Seiten weiter betreuen.
Also alles in Butter? Ja, danke, alles in Butter.
Servus und Moin Moin aus dem sonnigen Wien!
